Archiv für den Monat September 2014

Deutschlehrerin in Bangalore

Hallo ihr Lieben,

endlich mal ein Lebenszeichen. Ich bin gut in Bangalore angekommen und schon mitten drin im Leben. Gefühlt ist es weit mehr als eine Woche. Zuerst bin ich etwas skeptisch gewesen, weil in Vinayala bis auf Pater Henry alle, mit denen ich eine intensivere Verbindung habe, in andere Häuser versetzt wurden. Auch Pater Henry wohnt 25 km weiter weg im Priesterseminar, kommt aber aufgrund seines Lehrstuhls sehr oft nach Vinayala.

Schon am ersten Tag fand ich eine Menge „neuer alter Freunde“, die ich meistens vom Priesterseminar her kenne. Sami und Paul seit dem Noviziat vor 15 Jahren.

Paul war mittlerweile schon 10 Jahre in Afrika, zuerst als Theologiestudent. Nach der Weihe hat er im Tschad eine Gemeinde und eine Schule aufgebaut. Jetzt soll er als Seelsorger mit einem Kollegen zusammen nach Deutschland kommen. Er spricht schon sehr gut deutsch. Zwei weitere junge Patres sind für Österreich bestimmt. So liegt es auf der Hand, dass ich schon am zweiten Tag eine Deutschklasse zusammen hatte. Sie haben eine unglaubliche Motivation und Ausdauer, morgens, abends, in jeder freien Minute.
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Paul und sein Kollege reisen schon im Oktober, die beiden anderen im nächsten Juni. Damit sind sie bei der Schweizergruppe engagiert als Gruppenleiter. Die freuen sich jetzt schon wie auf Weihnachten.

Wenige Tage nach mir kam dann Esther aus der Schweiz an. Sie war bei der letzten Schweizergruppe dabei und wollte Indien jetzt noch von einer etwas anderen Seite kennen lernen. Sie ist die ideale Gefährtin, unkompliziert und auf alles gefasst. So sind wir nach Andrah zu den Kindern gefahren, für die ich die kleinen roten Münzen gesammelt hatte. In meinem Glas steckten 22,17 Euro oder zwei Tage Essen für um die 50 Jungs. Doch davon erzähle ich später, wenn wir wieder etwas mehr in der Zivilisation sind und vor allem, wenn keine 40 Grad mehr sind. Es soll sogar darüber sein. Ich rechne mit Eurem Verständnis.

Gesundheitlich geht es super gut. Mein Blutdruck ist absolut in Ordnung.

In herzlicher Verbundenheit, Eure Schwester Myriam

 „Be the change that you wish to see in the world.“  Gandhi

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