Archiv für den Monat Mai 2015

Als Schweizer Trainerin bei PAG

Liebe Leute,
immer wieder werde ich gefragt, was denn „PAG“ (Projekt Alternativen zu Gewalt) eigentlich sei. Tja, kommt und seht …
Es ist eigentlich schwierig zu erzählen, wie ein Kurs aussieht, weil die Kurse teilnehmerorientiert sind. Kurz nach Ostern fand der 1. PAG Kurs in der Schweiz statt, was für mich eine besondere Freude und Herausforderung war. Die Schweiz ist das 55. Land, in dem PAG weitergegeben wird, und ich bin die einzige Schweizer Trainerin bei PAG. Es war auch das erste Mal für mich, dass wir in einem geschlossen kirchlichen Raum arbeiteten. Die Mennoniten sind eine der typischen Friedenskirchen. Ich war sehr glücklich darüber, denn das Gebet und das Segnen ist eine grosse Kraft in der Friedensarbeit. Ohne meine Christusbezogenheit und der Gewissheit, von Gott geführt und gehalten zu werden, wenn alles ausweglos scheint, könnte ich nie meinen Dienst in Indien und anderswo tun. Heidi Sägesser, eine der KursorganisatorInnen, hat nun einen sehr schönen Bericht für die Mennonitenzeitschrift „Perspektiven“ über den Kurs geschrieben, den ich gerne weitergeben würde:  (PDF-Datei)

Ich finde ihn sehr schön. Ich hoffe sehr, dass es nicht der einzige Kurs in der Schweiz bleiben wird. Natürlich werde ich meinem Team in Deutschland treu bleiben und weiterhin im Gefängnis Kurse bei „meinen“ Jung’s geben. Ich habe einen guten Draht zu ihnen und fühle mich am richtigen Ort. Was mich bei PAG fasziniert, ist dass in einer Gruppe ein Hochintellektueller und neben ihm ein Analphabet sitzen kann, und beide werden angesprochen.

Für heute mit herzlichen Grüssen,
Schwester Myriam

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