Archiv des Autors: Schwester Myriam

Bilder einer Reise, Teil 2: Badwell, Ausflug nach Gandikota und Hampi

Manchmal kamen wir an die Grenzen, wenn eine Strasse wieder in einem Zustand war, dass wir doppelt soviel Zeit brauchten wie vorgesehen. Und ausser Pater Riju konnte und wollte natuerlich keiner von uns fahren. Pater Riju hatte naemlich beschlossen, uns mit dem Jeep zu fahren statt den Linienbus zu nehmen… Den indischen Verkehr geniessen wir Europaer besser nicht hinter dem Steuer. Manchmal war es auch nicht der Zustand der Strassen, der den Zeitplan durcheinander brachte. Auf dem Weg lagen jede Menge MSFS-Niederlassungen. Da konnte man nicht einfach daran vorbeifahren. Da musste man mindestens Hallo sagen, Tee trinken, essen, die Schulen besichtigen oder die Kirche. Einmal waren wir dann so spaet dran, dass die kuerzere Strecke durch den Urwald schon geschlossen war und wir erst recht einen Umweg fahren mussten. P. Riju blieb immer gelassen und froehlich. Als wir zu spaeter Abend- respektive Nachtstunde in Badwell (https://en.wikipedia.org/wiki/Badvel) ankamen, erwarteten uns Asi und die kleinen Jungs vor dem Haus mit Blumengirlanden und Gesang!

Ich war froh, dass Riju, der ausgebildeter Sozialarbeiter ist, mit nach Badwell  kam. Ich hatte ihn gebeten, ein bisschen die Blicke schweifen zu lassen und Asi vielleicht den einen oder andern Hinweis zu geben. Asi kenne ich nicht anders als froehlich und guter Dinge, aber ich spuere auch, dass er manchmal ueberfordert und muede ist. Wer kann denn schon Jahr und Tag ueber 50 Jungen hueten ohne eine unterstuetzende Hilfe von aussen? Manchmal uebernimmt der Koch ein wenig die Uebersicht, aber das war es dann. Ich bin sehr froh, dass es einige gute Gespraeche von Mann zu Mann gegeben hat.

Maennerbild: P. Asirvad und P. Riju in der Mitte

Ein älterer Bericht von dort: https://schwestermyriam.wordpress.com/2015/12/13/kleine-und-groessere-schritte-die-die-welt-veraendern/

An einem Tag liessen wir den Koch allein mit den Jungs und fuhren ziemlich spontan an die Ostkueste, wo Asi einen Freund besuchen konnte, was er sonst ja auch nie kann. Und wir hatten das Vergnuegen, uns ein bisschen in den Wellen tummeln zu koennen.

Morgens um sechs stand der Bus abfahrbereit mit all den Jungs. Von uns war keiner bereit. Diesmal hatten wir uns in der indischen Zeit, respektive der Begeisterung der Jungs verschaetzt. Wer konnte sich da schon verschlafen?

Los gehts!

Total vertrauensvoll und anschmiegsam

Die Kueche hinten im Bus

Wir fuhren nach Gandikota, einer Ruinenstadt aehnlich wie Hampi. Aber wer kennt schon Gandikota https://en.wikipedia.org/wiki/Gandikota ? Touris verlaufen sich selten hierher. Es ist auch sehr weit weg vom Schuss. Unser Bruder Sunil hatte mir so viel mit leuchtenden Augen von seiner Heimat erzaehlt. Die Jungs interessierte die Geschichte weniger.

Sie stoben nur so aus dem Bus und wussten wohin…

Grand Canyon

Wir nahmen es etwas gemaechlicher. Bei Gandikota gibt es einen wunderbaren Canyon, der auch Grand Canyon von Indien genannt wird.

Gut gesaettigt nach einer Reismahlzeit fuhren wir weiter zu den Belum Caves (https://en.wikipedia.org/wiki/Belum_Caves), einem Hoehlensystem, das erst vor relativ kurzer Zeit der Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht wurde. 50 Jungs in einer Hoehle drin! Aber auch nachher waren sie noch nicht muede. Das Spielen und Toben ging weiter.

Wir mussten leider Abschied nehmen.

Die Fahrt ging Richtung Hampi weiter. Hampi ist so etwas wie das Ruetli fuer die Schweizer. Es sollte ein neuer Hoehepunkt werden.

Hampi ist eine alte Tempelstadt. Tempel, so weit man sieht, weit herum verstreut. Da ich das zweite Mal dort war, konnte ich es ruhig angehen lassen. Ich genoss es, einfach wieder da zu sein, mitten drin den Augenblick geniessen, die Menschen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.

Hampi

Hampi

Der Tempelelefant erhaelt zuerst sein Bad

dann besprengt er betende Maenner im Fluss, was als Zeichen des Segnens gilt

Frisches Kokosnusswasser erfrischt in der Hitze mehr als alles andere

Nach drei Tagen verabschiedeten wir uns aus der Obhut der MSFS. In dieser Zeit ist sehr viel geschehen auf beiden Seiten, ein tiefes interkulturelles Lernen, das durchaus einige emphatische Gespraeche forderte. Wer immer uns begleitet, bekommt selbstverstaendlich auch Lohn und die Unkosten werden erstattet. Das sind immer Menschen, die uns in Freundschaft verbunden sind.

Unsere indischen Schutzengel bewahren uns vor vielem, aber sie sind Freunde, und Freunde duerfen nach indischem Verstehen nicht bezahlt werden. Sie haben ja schon das Glueck, dass sie mit uns auf Reisen sein duerfen. Da braucht es dann schon ein behutsames Annaehern. Manchmal muss man auch klar machen, dass sie nicht unsere Diener, sondern unsere Freunde sind und sagen sollten, wenn sie etwas brauchen. In der Hitze essen wir zum Beispiel ganz anders als indische Menschen. Oder sie bestellen etwas, das wir eigentlich nicht moegen. Fuer sie ist die Gemeinschaft bestimmend. Wir sind Individualisten, ueber die sie sich oefters mal wundern. Wir haben alle voneinander gelernt.

Ich glaube, der Abschied fiel allen ein bisschen schwer. Mittlerweile habe ich den einen oder andern auch schon wieder gesehen. Sofort wird gefragt: „Wie geht es den andern? Was machen sie? Sind sie wieder gut angekommen?“

Der Nachtzug brachte uns nach Mysore. Treffpunkt Roshini-Projekt. Das Roshiniprojekt ist immer so etwas wie ein Heimwehpunkt. Wer einmal da war, will es immer wieder sehen. Martina war erstmals da, als der Grundstein gelegt worden war. Mittlerweile ist dank vielen engagierten Menschen ein Ort der Geborgenheit fuer Maedchen von der Strasse entstanden. Im Garten gruent und blueht es.

Kinder tanzen für uns

Die Kinder boten uns ein wunderbares Tanzprogramm. Mit ihnen unter einem Dach zu leben ist so ganz anders als irgendwelche Erzaehlungen. Die Maedchen begegnen einem mit viel Vertrauen und sind sehr anschmiegsam. Kaum zu glauben bei den vielen Horrorgeschichten, die hinter ihnen liegen.

Eng mit Roshini zusammen arbeitet Vijay, der fuer die naechsten Tage unser Begleiter wurde. Vijay ist Sozialarbeiter. Er leitet in Bangalore eine Schule, lebt aber mit seiner Familie in Mysore, wo er ein kleines Altenheim fuer Menschen von der Strasse aufgebaut hat, das er aus der eigenen Tasche finanziert. Die ganze Grossfamilie hilft mit bei der Arbeit. Auch die alten Leuten, die noch koennen, haben noch ihre kleinen Aufgaben. Dort leben auch noch einige ehemalige Strassenjungs. Wir wuerden sagen, das Ganze soll ein Mehrgenerationenzuhause geben fuer Menschen, die sonst nirgends hingehoeren. Jemand sagte einmal: Ein Inder ist noch lange nicht arm, wenn er kein Geld hat. Er ist arm, wenn er keine Beziehungen hat.

Vijay wuerde auch gerne ein wenig in’s Tourismusgeschaeft einsteigen. Als Reisefuehrer ist er sehr zu empfehlen, besonders fuer jene, die gerne ein wenig die andern Ecken sehen.

Martina, Pflegefachfrau fuer alte Leute mit einer der Bewohnerinnen des kleinen Altenheimes. Um das Altenheim zu finanzieren, hat Vijay eine Farm aufgebaut, wo er allerlei Tiere haelt: Huehner, Kaninchen, etc. So bekamen wir einen Einblick ins laendliche Leben.

Ein Motorrad mit Kuhfutter beladen.

Die Ochsen sind unersetzliche Zugtiere

Das Getreide wird auf die Strasse geschuettet. Der darueberfahrende Verkehr amtet als Dreschmachine.

Schliesslich wird auch noch alles geworfelt und dann zusammen genommen.

Jetzt nach dem Monsun bluehen ueberall diese wunderbaren Baeume.

Ich wollte der Gruppe auch Ooty  zeigen in den blauen Bergen des Nilgiris. Ooty war von den Englaendern entdeckt und als Sommerstadt benutzt worden. Es liegt auf ueber 2000m Hoehe. Das beruehmteste ist wohl die Nilgiris-Schmalspurbahn.

Im Nilgiris waechst viel Tee und viel Gemuese, besonders Moehren.

Herr der Teeplantagen

Moehrenfelder

Verladung der Moehren. Es ist unglaublich wie die Menschen sich freuen, wenn man sich fuer ihre Arbeit interessiert.

Leider wurde das Wetter immer schlechter, so dass wir die Flucht ergriffen und nach Mysore zurueckkehrten.

Fuenf Indienreisende auf 2640m Hoehe und kein Sonnenstrahl. Auf dem Markt und im Parfumshop in Mysore liess es sich besser leben…

Drei Damen im Parfumshop bei einem alten Bekannten warten auf den Tee…

Das allererste Projekt, das ich vor 10 Jahren meinen Indienreisenden zeigte, war das Kinderprojekt der MSFS in Kengeri, im Westen von Bangalore. Damals war es ein armes Huettchen mit 18 Kindern. Jetzt hat es sich zu einem stattlichen Kinderdorf entwickelt. Die Aeltesten sind schon auf dem College. So kam der Wunsch von der Gruppe selber, auch noch nach Kengeri zu fahren, um so mehr, als P. Riju eben auch dort fuer einige Jahre im Einsatz war.

Die Begeisterung war gross. Nicht nur die von uns ueber das, was geworden ist, sondern die der Kinder. Sie flogen geradezu auf Pater Riju und hingen wie Trauben an ihm. Auch die Angestellten freuten sich ueber alles. Schade, dass es gar keine Zeit gab, diese Szenen im Bild fest zu halten. Sie sprachen Baende ueber die Beliebtheit des jungen Paters

als auch ueber die Kinder, die eine liebevolle Erziehung in einer gesunden Umgebung bekommen.

Ich denke, unsere Indienreisenden sind sehr beeindruckt mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause zurueckgekehrt. Vielleicht berichten sie selbst noch in diesem Blog : -)

Eure Schwester Myriam

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Bilder einer Reise, Teil 1: Malur

 

Willkommen

Es war eine Reise, die viel Freude gebracht hat. Es war ein Geben und Empfangen. Wir waren eine Gruppe von fuenf Leuten, im Alter, von den Berufen, von der Weltanschauung her sehr verschieden. Zwischen der juengsten und dem aeltesten lagen 40 Jahre. Aber wir verstanden uns, gingen aufeinander ein, halfen einander aus, unkompliziert, was der Augenblick erforderte. Ueberall wurde uns grosse Gastfreundschaft entgegen gebracht. Die Einheimischen freuten sich ueber uns an unserem Interesse fuer ihr Leben. Besonders freuten sie sich, wenn wir mit ihnen Tee tranken oder assen. Das bedeutet fuer sie eine besondere Ehre.

Fuer mich war es auch eine Reise, die auf grossem Vertrauen aufgebaut war. Fast zufaellig haben wir letzes Jahr darueber gesprochen, dass diese Reise auch ueber Malur (Wikipedia-Artikel, engl.)  oestlich von Bangalore fuehren koennte. „Ja, dann muss uns aber auch einer von euch begleiten. Ich kenne die Gegend zu wenig und es ist eine Erstlingsreise“. Eigentlich hatte ich von Bangalore nach Badwell zu den kleinen Jungs in Andrah fahren wollen. „Machen wir“! Zwei MSFS, ein Wort! Die Inder haben ihre eigene Weise zu organisieren, aber im Improvisieren sind sie Weltmeister. Und das war unser Glueck. Beim Vorbereiten gab es laufend Unvorhergesehenes. Dann gab es eine Zeitlang gar keinen Kontakt mehr. Pater Riju wurde in ein anderes Haus versetzt, bekam eine andere Aufgabe. Dann der unerwartete, aeusserst schmerzliche Todesfall seines Mitbruders. Zwei Tage bevor die Gruppe ankam, musste er nochmals zu einer Beerdigung eines nahen Verwandten nach Kerala. Er tat mir so leid. Was nun? Immer wieder hoerte ich die gleichen Worte: „Vertrau, es wird alles gut!“

Ich habe noch selten jemandem so bedingungslos vertraut. Nur in einem Fall waren wir uns nie so ganz einig: Was meinte er, wenn er sagte: „In fuenf Minuten“? Waren nun fuenf „indische“ oder fuenf internationale Minuten gemeint? Im ersten Fall konnte man den Tee naemlich noch ganz gemaechlich zu Ende trinken oder sonst noch was erledigen. So vieles nahmen wir mit Humor.

Es gibt auch eine Naehschule fuer arme Frauen, damit sie ihren Lebensunterhalt verdienen koennen. Wer will, wird dann auch angestellt. P. Rijus Aufgabe ist es, das Ganze weiter auszubauen.

(Bilder anklicken zum Vergrössern)

In der Naehe gibt es auch ein Schutzhaus fuer misshandelte und verstossene Frauen, von Schwestern geleitet. Dort finden auch schwangere oder misshandelte Maedchen oder Vergewaltigungsopfer Zuflucht. Einige von ihnen besuchen die Naehschule.

Auch da wurden wir herzlichst mit Blumen empfangen, ohne dass gefragt wurde, zu welchem Bekenntnis wir gehoeren. Im Allgemeinen wurde gestaunt, wie viel christliche Praesenz hier in Indien ist und die Arbeit der jeweiligen Ordensleute wertgeschaetzt. Manchmal bin ich traurig, wenn Reisende fuer alle Religionen und Weltanschauungen offen sind, aber finden, Christen haetten hier nichts verloren. Christen gibt es seit dem Jahre 52 in Indien, als der Apostel Thomas den Spuren seiner juedischen Glaubensgenossen folgte. Indien hat auch eine sehr positive Geschichte mit den Juden. Eine Zwangsmissionierung gab es nie. Allerdings ist die portugiesische Kolonialgeschichte ein sehr dunkles Kapitel.

Was waere Indien ohne die unzaehligen sozialen Einrichtungen fuer die Aermstem der Armen? Ohne haetten verstossene Frauen keine andere Moeglichkeit als die Strasse. Das gilt fuer viele andere Arme und Ausgestossene und natuerlich die Unberuehrbaren, ganze Volksgruppen, die durch ihr „Karma“ bestimmt sind, Latrinen zu putzen und den Hoehergeborenen den Dreck weg zu machen. Wo waere das Bildungswesen ohne die Abertausenden von christlichen Schulen, meistens von Ordensleuten gefuehrt? Allein die MSFS unterrichten etwa 200 000 SchuelerInnen, ohne nach deren Religion zu fragen. Dass die Bildung der Kastenlosen nicht im Interesse vieler ist, liegt auf der Hand. Auch im Gesundheitswesen geben viele christliche Menschen, ebenfalls wieder eine grosse Anzahl von Ordenleuten, ihr Bestes.

Spontan waren wir zum Pfarreifest eingeladen. Pater Sami segnet das Reisgericht, das fuer alle von seinem Freund Sebastian gesponsert wurde:

Pater Sami segnet das Reisgericht, das fuer alle von seinem Freund Sebastian gesponsert wurde

 

(Teil 2 folgt)

Zurück in Vinayalaya

Liebe Leute,

endlich mal wieder ein Lebenszeichen von mir. Seit zwei Tagen bin ich nach Vinayalaya zurueckgekehrt, wo ich versuche, das viele Erlebte einigermassen in Worte zu fassen, um Euch mitzuTEILEN. Das Teilen, auch in Worten, ist mir sehr wichtig. Aber es ist auch sehr schwierig. Durch die Bilder kann zwar einiges, besonders die Farben, aber nicht die Toene, der Gesang, der Laerm, und schon gar nicht die Duefte, der Geruch oder manchmal auch der Gestank, uebermittelt werden. Es gehoert alles dazu, hier in Indien.

Provinzhaus

Vinayalaya ist das Provinzhaus der MSFS-Patres, wo ich so viel wie zuhause bin. Hier komme ich direkt vom Flughafen an, von hier aus werde ich zum Flughafen gebracht. Hier sind auch immer die Schweizergruppen untergebracht, so lange sie in Bangalore sind. Das Haus steht auf 930m ueber Meer. Die Schweizergruppen, zu denen durchaus Deutsche gehoeren koennen, sind hier schon Tradition. Es wird immer wieder davon gesprochen, manchmal werden auch Anekdoten zum Besten gegeben. Auf jeden Fall freut man sich jetzt schon auf die Novembergruppe. Eben ist eine kleine Gruppe von vier Personen wieder abgereist, alle schon mit Indienerfahrung und gewohnt, ein wenig alternativ zu reisen. Ihnen konnte ich auch Ecken zeigen, die nicht alle zu sehen bekommen, die sich auch nicht aufregen, wenn die Klimaanlage im muffigen Zimmer nicht geht, oder wenn mal alles wieder umgemodelt werden muss. Doch spaeter davon.

Die letzten Wochen hatten wir sehr viel Regenwetter. Die Menschen verstehen die Wetterkapriolen nicht mehr, sind aber gluecklich ueber den Regen, denn zwei Jahre lang war viel zu wenig Monsoon. Im allgemeinen ist man sehr froh ueber die Niederschlaege, die wirklich an vielen Orten auch Schlaege waren und viel zerstoert haben. In Tamil Nadu gibt es trotzdem immer noch Gebiete, wo es kaum geregnet hat. Kuerzlich hoerte ich einen Inder am Morgen sagen: Oh, die Sonne scheint mal wieder. Das hatte ich wirklich noch nie gehoert. Sonst ist eigentlich das Wetter kein Thema. Meistens scheint die Sonne, wenn nicht gerade Monsoon oder Smog ist.

Auch mal ein Blick in mein Zimmer soll Euch gewaehrt werden. Sieht fast aus wie zuhause. Und da ich nicht von der Informatik-Generation bin, hilft mir jeweils Bruder Sunil, der juengste im Haus, 22 Jahre jung, immer mit einem Lachen im Gesicht und voller Hilfsbereitschaft. Er kommt aus der Gegend, die wir mit der kleinen Gruppe bereisten und wusste eine Menge Sehenswuerdigkeiten, die Touristen nie zu sehen kriegen.

Zuhause wird dann Rainer wieder alles in den Blog setzen. Jetzt schon allen ein herzliches Danke schoen und danke auch allen, die mir schreiben, berichten was zuhause so laeuft und allen, die Interesse fuer meine Erfahrungen zeigen. Ich bin sehr gluecklich ueber diese Verbindungen mit Gleichgesinnten, die in ihrem Alltag, wo auch immer, mitten im Leben stehen und versuchen, da, wo sie sind, ihr Leben zu teilen und zu leben, was Gandhi uns raet:

„Be the change that you wish to see in the world.“

Mit herzlichen Gruessen, Eure Schwester Myriam

Welcome back home!

„Be the change that you wish to see in the world.“
Gandhi

Nach einem frohen Abschiedsabend in meinem Zimmer, Sardinenparty (in meinem Zimmer haben immer alle Platz), vielen guten Wuenschen und auch ein paar Wermutstropfen („du wirst uns fehlen“) und nach einem angenehmen Flug bin ich in Bangalore gelandet. Das sind nur wenige Tage her, doch kommt es mir vor, als waere ich nie weggewesen. Immer wieder hiess es: „Welcome back home! Gut, dass du wieder da bist. Wir haben dich vermisst.“ Ich habe schon sehr viele MSFS gesehen. Hier in Vinayalaya ist Provinzhaus und Gaestehaus, wo man sich immer wieder begegnet, alte Gesichter und neue Gesichter. Peinlich nur, wenn ich dauernd die Namen durcheinander bringe!

Hier herrscht auch ein sehr intensives gemeinsames Gebetsleben, das mir sehr wichtig ist, morgens frueh und abends vor und nach dem Abendessen. Da wird die ganze Welt mithineingenommen und auch die verschiedenen Zeiten, die Lebenden und die Verstorbenen. Gemeinsames Stundengebet, das rund um die Welt gebetet wird und gemeinsames stilles Gebet ist sehr wichtig in der salesianischen Spiritualitaet. Franz von Sales sagte einmal: Kommt, lasst uns im Gebet erholen! Hier wird Kraft getankt. Da spuert man die Begeisterung fuer Christus und die Menschen. Nach Franz von Sales soll durch den Alltag und die taeglichen Begebenheiten Gott erfahren werden. Hier ist Gott nicht bloss eine Theorie oder Energie. Hier heisst Gott DU.

Ich vermisse ein wenig meine Deutschstudenten, dafuer spreche ich sehr viel Franzoesisch mit dem Hausoberen, der einige Jahre in Friburg gelebt hat. Auch war einer der ersten kamerunischen MSFS da. Er spazierte in einem lindengruenen afrikanischen Kleid umher mit ebenfalls lindengruenen Hosen. Ich finde das so viel schoener als die verjeansten Maenner und auch besser als Priesterkragen. Diese Farbenfroheit sagt doch einfach etwas ueber die Menschen aus. Diese Farbigkeit vermisse ich in Europa. Als er zum Flughafen fuhr, hatte er sich allerdings ganz brav in Jeans gekleidet.

Stoffkaufen braucht Zeit

Die ersten Tage waren gefuellt mit Terminen, Gespraechen, Einkaufen, Vorbereiten fuer die Indienreisenden. Hier braucht Einkaufen Zeit.

Zuerst herzliche Begruessung, dann Nachfrage ueber alles, was seit dem letzten Jahr passiert ist. Vielleicht ist auch der Sohn oder der Vater im Laden, den ich noch nicht kenne oder ein junger Man stellt glueckstrahlend seine junge Frau vor. Dann wird die ganze Auswahl hervorgeholt und gehandelt. Mittlerweile hat oft auch jemand Kaffee oder Tee geholt.

Natuerlich koennte ich auch ins Warenhaus. Gibt es mittlerweile alles. Aber mir sind die Begegnungen wichtig, die Menschen, die dahinter stehen. Zum Beispiel der eine Stoffverkaeufer ist ein Tamile, der ein kleines Geschaeft eroeffnet hat. Dann holte er langsam seine armen Verwandten nach und gab ihnen im Laden Arbeit. Solche Menschen zu unterstuetzen ist mir wichtig.

Waehrend des Wochenendes war ich bei Schwester Lisy im Roshiniprojekt. Wir hatten uns sehr viel zu erzaehlen. Waehrend des Jahres hoere ich nie viel von ihr. Da ist sie zu beschaeftigt. Vor 10 Jahren habe ich sie kennen gelernt, als sie eben den Doktor in Indologie machte, aber sie wollte zu den Armen. Sie fing mit nichts als einem brennenden Herzen an. Dann kamen engagierte Menschen dazu, fuer mich ein Zeichen einer wunderbaren Zusammenfuehrung. Sowas kann man sich gar nicht ausdenken. Jetzt steht das Kinderheim. Ein Schulhaus fuer die Erwachsenenberufsbildung ist geplant und soll moeglichst bald gebaut werden. Das Bauen wird rapide teurer.

Die deutschen Freiwilligen haben sich gut eingelebt

Schwester Lisy hat zwei deutsche Freiwillige, mit denen sie sehr zufrieden ist und die sich schon gut eingelebt haben. Es ist eine Freude, die beiden zu sehen!

Lisy integriert sich auch immer mehr in ihrer Umgebung. Leute kommen vorbei und bringen Essen fuer die Kinder. Ein Baumeister spendet jeden Monat Fleisch fuer die Maedchen. Laufend kommen Menschen vorbei, bringen was, wollen was.
Ein grosses Problem ist die medizinische Versorgung der Kinder. Da muss sie dann schauen wie sie das schafft. Wenn ich denke, welche medizinische Versorgung unseren degenerierten Haustieren angetan wird.

Es gibt auch nicht nur Erfolgsgeschichten.
Immer wieder kommt es vor, dass einst hoffnungsvolle junge Menschen abtauchen in die Unterwelt. Das schnelle Geld lockt schon sehr. So machen viele die Drecksarbeit bei Drogendealern bis hin zu Menschenhandel. Oder es gibt auch Maedchen, die zu lange auf der Strasse lebten und dahin zurueckkehren. Dennoch darf sich die Bilanz sehen lassen. Es muessen allein ueber 2000 sein, welche die dreimonatige Berufsausbildung mit anschliessendem Praktikumsjahr erfolgreich abgeschlossen haben und jetzt gut im Leben stehen. Das sind auch IT-Ingenieure / Ingenieurin, Krankenschwestern, Lehrerinnen.
Was Lisy in diesen Jahren geschuftet und durchgestanden hat bis hin zu gesundheitlichen Konsequenzen, das ist uebermenschlich. Aber es ist auch bewunderungswuerdig, wie ganz viele aus der Schweiz und Deutschland mitgeholfen haben, dass das Leben so vieler junger Menschen eine positive Wendung nahm. Einen Menschen in Indien ausbilden heisst auch immer einer ganzen (Gross)-Familie den Lebensunterhalt sichern.

Dann hoer ich schon mal Saetze wie: Warum diese Helferei und Geldsammlerei fuer Indien? Die haben die Atombombe und die meisten Milliardaere der Welt! Ja und? Wir sind, selbst wenn wir nicht zu den ganz Reichen dieser Welt gehoeren, eine privilegierte Schicht, eine Minderheit in der Weltbevoelkerung. Auch unsere Laender verkaufen Waffen in diese Laender oder profitieren von Billigprodukten, die mit der Arbeitskraft vieler Armer hergestellt werden. In unserer Gesellschaft geschieht eine unerhoerte Verschwendung. Wir verbrauchen ungehemmt Ressourcen dieser Welt, zu denen die Armen nie Zugang haben, egal in welchen Laendern, die oft von ihrem Land vertrieben werden. Hauptsache, mein Bauch ist voll? Die Unterprivilegierten sollen sich am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf ziehen?

Schwester Lisy und Vijay, unser Reiseleiter in Mysore, bei einer Besprechung

Viele unserer Indienreisenden geben andere Rueckmeldungen: Diese Gastfreundschaft! Diese leuchtenden Augen der Kinder und ihr Fleiss in der Schule! Viele Menschen hier sind zufriedener mit dem was sie haben als viele Europaer.
Ich wollte am Sonntag Abend nach Vinayalaya zurueckkehren, weil am Montag wieder ein Termin anstand, den ich nicht versaeumen wollte, aber Bahnfahrkarten gab es keine mehr, und was wir alle nicht checkten: Es war Ende eines Hindufestivals, Urlaubsende fuer die Bangalorer. Jemand wollte mich unbedingt mit einem kleinen Gasauto hinfahren. 150 km, 3 Stunden mit dem Auto. Die meiste Strecke ist Autobahn, indische Autobahn. Zeitweise kamen wir auch gut voran. Aber es muessen mehrere Staedte durchquert werden. Da wird die auf jeder Seite zweispurige Strecke urploetzlich drei-, vier- oder fuenfspurig, je nach Fahrzeuggroesse. Egal, ob man links oder rechts ueberholt. Man faehrt, wo Platz ist. Um es kurz zu machen: Statt drei Stunden brauchten wir schliesslich deren sieben!! So viel zum Genuss des indischen Verkehrs.

Das Wetter ist sehr feucht, aber angenehm von der Temperatur her. Es ist immer noch Monsoon, heftiger Monsoon mit kraeftigem Regen in der Nacht, tags bewoelkt mit hin und wieder Sonnenschein. Die Menschen sind sehr froh um das Wasser, nachdem der Monsoon fast 2 Jahre lang mehr als knapp ausgefallen ist. In der Mysorer Gegend gab es fast Krieg um das Wasser. Sharen, der Kuechenjunge und ich haben heute miteinander auf dem Dach die Wolldecken fuer die Indienreisenden im November gewaschen. Hat Spass gemacht.

Waesche auf dem Dach

Wie Ihr seht, es geht mir rundum gut. Ich danke allen, die mich in Gedanken und Gebeten oder sonst irgendwie unterstuetzen. Morgen ziehe ich um in ein anderes Haus der MSFS oestlich von Bangalore. In wenigen Tagen beginnt die alternative Reise fuer Ehemalige. Dann duerften meine Nachrichten etwas laenger ausbleiben.

Mit den allerherzlichsten Gruessen,
Eure Schwester Myriam

Nach dem Abi: ein Jahr in Indien

WER, WENN NICHT WIR?
WANN, WENN NICHT JETZT? *

*aus dem Jüdischen

Liebe Leute,

Leonie Dorn

Am 1. August ist Leonie Dorn, eine Abiturientin, nach Indien ausgereist, um im Roshini-Projekt ein freiwilliges soziales Jahr zu verbringen. Ich bin begeistert von ihrer Motivation und auch ihrem Mut, sich auf eine total andere Kultur einzulassen. Und ich freue mich ebenso über ihre Eltern, die ihre Tochter unterstützen. Deshalb möchte ich diese Motivation weitertragen, um noch andere junge Leute und deren Eltern zu ermutigen. Es ist die beste Lebensschule in einer immer globaler und internationaler werdenden Welt.

Ich selber kam mit 14 Jahren bei meiner Mutter an und sagte, dass ich nach der Schule nach Frankreich wollte, am liebsten nach Paris. Freiwilliges soziales Jahr mit Taschengeld konnte man damals vor 50 Jahren vergessen. Wir hatten zu putzen und Küchendienst zu machen. Dafür gab es gratis Französischstunden. Ich hatte leider keine Geschwister. Trotzdem sagte meine Mutter: Gut, wenn du das willst, ich werde dich unterstützen. Ich hätte als junges Mädchen auch gerne französisch gelernt. Sie selber musste mit 14 ins Unterland, um Geld zu verdienen. Von Berufsausbildung keine Rede. Mein Vater war todunglücklich, seinen einzigen Schatz zu verlieren. Er sah nur Gefahren und Unglück für seine Tochter. Und dann noch nach Paris!!… Es wurde ein entscheidendes Jahr für mich. Die Ängste meines Vaters lösten sich in Dunst auf, ja meine Eltern kamen sogar auf Besuch nach Paris!! Es war die Chance ihres Lebens, eine solche Reise zu unternehmen.

Ähnlich spielt es sich auch heute noch ab. Nur dass es andere Kontinente sind. Was einem alles in Indien passieren könnte!! Einmal war ich an einer Aussendungsfeier für Freiwillige in die verschiedensten Länder, darunter eben auch Indien. Ich spürte die Ängste vieler Eltern. Was sie für ihre Töchter und Söhne denn noch tun könnten? Ich riet ihnen, ja darauf zu achten, dass die jungen Leute gute Sandalen mit Fussbett mitnähmen. In diesen Ländern werden immer nur Plastik-Flip-Flops getragen. Nach einem Jahr sind die Füsse vielleicht fürs Leben geschädigt. Das mag jetzt ironisch klingen, aber es ist doch so, dass wir in unserer Angst alle möglichen Szenarien durchspielen, aber das Naheliegendste vergessen.

Leonie sammelt auch Spenden. Dafür hat sie sich auch bei betterplace (siehe unten) angemeldet und kann dort und über ihre Entsendeorganistion Volunta (vom Deutschen Roten Kreuz) Spenden sammeln. Während es in der Schweiz einen Förderverein gibt, der auch Spendenquittungen ausstellen kann, war dies für deutsche Spender immer ein wenig schwierig. Dies ist nun die Möglichkeit, ebenfalls eine Spendenquittung zu erhalten. Bei Betterplace wird ein kleiner Prozentsatz für die Bankgebühren (2,5%)einbehalten, denn leider bearbeiten die Banken die Spenden nicht mehr umsonst. Man kann sicher sein, dass das Geld sonst vollumfänglich bei dem Roshini-Projekt ankommt. Allen, die Leonie unterstützen, danke ich jetzt schon.

Schwester Myriam


Auch wir, die Eltern von Leonie, danken allen Unterstützern. Aber besonderen Dank gilt Schwester Myriam, die seit 10 Jahren das Roshini-Projekt begleitet und immer wieder so lebhaft über das Projekt und Indien berichtet. Durch sie konnten wir schon im Voraus erfahren, wo Leonie mit Lisa (2. Volunteer) 1 Jahr verbringen wird. In dem schönen Kinderheim bei Schwester Lisy und den Kindern in Mysore. Es ist beeindruckend zu sehen wie in 10 Jahren, d.h. seit Schwester Lisys Entschluss zu den Armen zu gehen, eine Idee Gestalt annimmt. Dank des Schweizer Fördervereins ist ein sicheres und sauberes Zuhause für Mädchen entstanden. Und es soll weitergehen mit der Bautätigkeit.

Für zwei Jahre können wir Dank Volunta/Deutsches Rote Kreuz Spenden mit Spendenquittung sammeln und so die Schweizer Initiative um die Vorsitzende Frau Germann ein wenig unterstützen.

Frau Germann übersetzt zwei Mal im Jahr den Bericht von Schwester Lisy, den Sie auch bekommen können, wenn Sie diesem Blog folgen oder sich bei uns melden: Leoindien@t-online.de. Wer Lust hat den Eindrücken einer 18-Jährigen zu folgen, der melde sich bei Instagram an und folge -Leolii inindia, die hoffentlich weiter fleissig ihre Erlebnisse im Foto verewigt und uns alle zeithnah am Leben in Mysore teilhaben lässt.

Bei solchen Abenteuern lernen nicht nur die Kinder etwas, sondern auch die Eltern. So haben wir neben Volunta mit ihren tausenden Freiwilligen im In- und Ausland die Spendenplattform betterplace.org kennengelernt, die alle, die Spenden sammeln wollen, wunderbar unterstützt und so auf vielfältige Art und Weise Gutes ermöglicht. Dort können Geburtstagskinder, Clubs und Firmen unterstützende Aktionen einstellen und so einem Projekt – natürlich Roshini – smile – helfen. Wir sind begeistert, was kluge Köpfe und Technik (betterplace.org) leisten können.

Ihre Sabine und Frank Dorn


Leonie Dorn

Ich bin Leonie Dorn aus Trautheim. Die Zeit nach dem Abitur möchte ich nutzen, um ein Land, eine neue Kultur und neue Arbeitsweisen kennen zu lernen. Dies wird mir, wie ich hoffe, bei der Berufswahl verschiedene Perspektiven aufzeigen.

Mit meinem Entschluss, ein freiwilliges soziales Jahr in Indien zu absolvieren, möchte ich einen Beitrag für arme und bedürftige Menschen leisten. Indien ist ein faszinierend, aber leider immer noch ein Land mit starken Kontrasten zwischen Reichtum und Armut. Dort sind viele Menschen auf die Hilfe vom Ausland angewiesen, welche ich versuchen will zu leisten. So werde ich in einem Kinderheim in Mysore die Arbeit unterstützen.

Mit Hilfe eines schweizerischen Unterstützerkreises wurde der Bau eines Kinderheimes für Mädchen realisiert. Das Heim bietet ein sauberes und sicheres Zuhause und liebevolle Betreuung. Die Mädchen entwickeln sich zu selbständigen und selbstbewussten jungen Frauen. Schon heute werden arbeitsorientierte Ausbildungskurse angeboten. Dabei spielt die Religionszugehörigkeit keine Rolle.

Der Bau eines Ausbildungszentrums ist geplant und dringend nötig, damit die Ausbildungskurse in allen Sparten wieder und weiter durchgeführt werden können. Nicht nur für die Kinder im Kinderheim ist eine „Berufsausbildung“ wichtig, sondern speziell die jungen Frauen und Männer aus ganz armen Familien und den Slums brauchen eine Perspektive. Mit einer berufsorientierten Ausbildung finden sie Arbeit und den Weg in die Gesellschaft.

Noch fehlt Geld für den Bau des Ausbildungszentrums.

Eine Spendenmöglichkeit ist zu finden auf www.betterplace.org/p55854 oder
DRK in Hessen Volunta gGmbH, Kontonummer DE31 5502 0500 0008 6171 02

Bitte spenden Sie Hoffnung!

Vielen Dank an alle, die dieses Projekt unterstützen, auch im Namen der zukünftigen Schüler, Schwester Lisy und Pater Peter.

Ihre Leonie

Ein Mensch, der mehr an andere denkt,
ist dadurch sehr viel ausgeglichener,
ruhiger und glücklicher als Menschen,
die immer nur an sich denken.

Dalai Lama